
Rhodonit (Edelstein)
Art: RHODONIT
Varietät: Bustamit
Farbe: Rosa, meist mit schwarzen Sprenkeln
Transparenz: Von undurchsichtig bis transparent (selten)
Kristallsystem: Triklin
Chemische Formel: MnSiO3
Chemische Zusammensetzung: Mangansilikat
Gruppe: Amphibole
Brechung: zweiachsig positiv birifrangent
Brechungsindex: 1,733-1,736-1,746 (+0,005/-0,021)
Birifringenz: 0,013 (+0,001/-0,003)
Pleochroismus: Mittel-schwach: rot-orange und rot-braun
Dichte: 3,53 (±0,23)
Härte: 5 ½ - 6 ½
Habitus: Prismatisch
Entstehung der Lagerstätten: Metamorph
Hauptlagerstätten: Australien, Brasilien, Deutschland, Italien (Kalabrien, Ligurien, Val d'Agno, Aostatal, Val Malenco), Mexiko, Rumänien, Russland, Vereinigte Staaten (New Jersey, Montana), Schweden, Südafrika.
Technische Daten
Rhodonit gehört zu den alkalischen Amphibolen und entsteht durch metamorphen Prozesse, die Manganlagerstätten betreffen. Der Name des Minerals stammt vom griechischen ròdon, was Rose bedeutet, im Sinne von Blume.
Die Kristallstruktur basiert auf Ketten von fünf SiO4-Tetraedern, die durch ebenso viele Manganionen verbunden sind; aus diesem Grund wird in der Mineralogie die chemische Formel lieber als Mn5(Si5O15) angegeben. Mangan wird zum großen Teil durch Eisen-, Magnesium- und Calciumionen ersetzt. Wie bei den meisten Amphibolen ist der Habitus prismatisch und länglich, aber häufig schließen sich die Mikrokristalle zu undurchsichtigen Aggregaten zusammen. Rhodonit ist idiokromatisch, da seine rosa Farbe von den Manganionen herrührt. Die undurchsichtige Varietät zeigt schwarze Sprenkel, die durch Manganoxid verursacht werden; andere Verunreinigungen können grünliche oder gelbliche Zonen bilden. Dieses Mineral wird, wenn es undurchsichtig oder durchscheinend ist, mit einer gewölbten Oberfläche geschliffen; einige seltene transparente Edelsteine werden facettiert und vor allem von Sammlern erworben. Eine faserig-strahlige Varietät mit grau-rosa Farbe, Bustamit genannt, unterscheidet sich durch den höheren Calciumanteil als Ersatz für Mangan; gelegentlich kann sie eine Katzenaugenerscheinung zeigen. Die Bruchfläche von Rhodonit kann muschelig oder unregelmäßig sein, der Glanz ist glasartig, die Spaltbarkeit ist perfekt in zwei fast rechtwinkligen Richtungen (92°30'), auch wenn sie in kompakten Aggregaten nicht erkennbar ist. Dieses Mineral ist relativ widerstandsfähig gegen Verwitterung: Es wird nur schwach von Säuren angegriffen, normalerweise nicht durch Ultraschall oder Dampf beschädigt und ist stabil bei längerer Sonneneinstrahlung, jedoch führt sein niedriger Schmelzpunkt dazu, dass es unter Einwirkung einer Goldschmiedeflamme leicht schmilzt. Die gemmologische Untersuchung basiert ausschließlich auf der Beobachtung des äußeren Erscheinungsbildes und der Erfassung der charakteristischen physikalisch-optischen Daten.

