Nereo Ferro, die Geschichte des Mannes, der Ferro Schmuck erschuf
Die Euganeischen Hügel und üppige Landschaften, Dörfer, die stetig wachsen, unbefestigte Wege und die ganze Hoffnung auf die Zukunft, die die Nachkriegszeit mit sich brachte: Dies ist der Rahmen, in dem Herr Nereo Ferro 1954 die gleichnamige Schmuckwerkstatt gründete. Geradewegs auf ein Ziel zu, verwandelte er Leidenschaft und Beharrlichkeit in eine Geschichte, die sich über drei Generationen erstreckt.
Uhrmacher werden: ein Lebensziel
- Von Sant’Urbano nach Monselice - der Weg, den Nereo Ferro jeden Montag ging, um das „Handwerk des Uhrmachers“ zu erlernen, und anschließend die ganze Woche als Gast des Meisters Antonio blieb.
Damals war Antonio schon sehr betagt und zweifellos der Beste, dem man sich anvertrauen konnte, um ein Handwerk mit archaischem Reiz zu erlernen, das damals neue Zukunftschancen bot.
Woher unsere Leidenschaft stammt
Es waren die Jahre zwischen dem Ende des Krieges und dem Beginn des Wiederaufbaus. Jahre, in denen die Verzweiflung über den Verlust geliebter Menschen sich mit der Begeisterung für das neue Leben vermischte, das gerade entstand.
Nereo Ferro, der auf seinem quietschenden Fahrrad fuhr, bereitete sich auf den Beruf vor, den er seit seiner Kindheit ergriffen hatte; neugierig baute er die einzige wertvolle Weckuhr, die er zu Hause hatte, auseinander und wieder zusammen. Es handelte sich um ein Modell der Marke Veglia, aus verchromtem Eisen, mit einem Zifferblatt aus bedrucktem Karton. Die Zahlen, die die Stunden anzeigten, waren schön groß, und wenn sie klingelte, schien sie lebendig zu sein, so sehr bewegte sie sich! Heute wäre sie ein wertvolles Antiquitätstück, doch ihr unschätzbarer Wert ist der emotionale.

Die Entwicklung Schritt für Schritt
Die Leidenschaft des jungen Nereo Ferro für die Mechanik der Uhren führte ihn dazu, von Weckern mit großen Zahnrädern zu Taschenuhren überzugehen, die nur die Stunden anzeigten. Während er die Kunst der Uhrmacherei erlernte, wechselte er zu Armbanduhren mit Datumsanzeige, fast alle mechanisch mit Handaufzug. Automatikuhren gab es damals noch wenige: Sie waren die teuersten und alle streng schweizerisch.
Die Zeitmesser der Vergangenheit
Mechanische Uhren jener Zeit waren wahre Kultgegenstände: Eine Taschenuhr oder Armbanduhr zu besitzen, war ein elitäres Symbol, nicht für jedermann. Ihr besonders hoher Preis resultierte vor allem aus dem Gehäuse aus verchromtem Metall oder mit Goldauflage. Nur wenige waren aus reinem Gold, das damals nur gelb war. Armbanduhren hatten ein Plexiglasglas – ein sehr flexibles Kunststoffharz, das es erlaubt, das Glas mehrfach zu polieren, bevor es ersetzt werden muss –.

Die Uhr als Geschenk
Uhren waren eines der begehrtesten Geschenke für die Jugend jener Zeit. Oft wurden sie von Großeltern an Enkel oder von Verwandten und Familienfreunden verschenkt. Die Uhr war nämlich das ideale Geschenk zu großen Anlässen wie der Erstkommunion oder der Firmung. Es versteht sich von selbst, dass jede Uhr dann von Vater zu Sohn weitergegeben wurde und dabei neben dem wirtschaftlichen auch einen grundlegenden emotionalen Wert erhielt.
Derjenige, der Ferro Gioielli als kleine Uhrmacherwerkstatt ins Leben rief, wuchs in einer Zeit auf, in der das Reparieren, Restaurieren und Weitergeben eines Zeitmessers ein echtes Zeichen von Zuneigung und Liebe war.
Die Marken jener Zeit waren nicht viele, doch sie haben zweifellos eine sehr wichtige Seite unserer Geschichte geschrieben. Darüber werden wir bald berichten.
In der Zwischenzeit vergesst nicht, uns bei Ferro Gioielli zu besuchen. Dieselbe Uhrmacherwerkstatt, die Nereo Ferro 1954 eröffnete, ist heute eine große Familienfirma in Este und der gesamten Provinz Padua. Ein Anlaufpunkt für alle, die elegante und einzigartige Schmuckstücke und Uhren suchen, aber auch einem alten, kostbaren Stück, das in einer Schublade liegt, wieder Wert verleihen wollen.